Dazwischen
Samstag, 5. Juni 2021

Merci

Sie ist verstorben, vor einiger Zeit. Wir waren uns lange nicht geheuer, die Gründe dafür liegen im Dunkeln. Die letzten zehn Jahre ihres Lebens veränderte sie sich, ich wuchs und reifte, eine zaghafte Liebe begann zwischen uns, abgewechselt von Wut über leicht übergriffige Momente, ihrer Art entspringend, und zart besaitete Beleidigtheiten meinerseits.

Bald freute ich mich, sie zu sehen und hören und litt daran dass sie krank wurde.

Sie hat mir was hinterlassen, das jedes materielle Gut übersteigt, einen letzten Hinweis, der in mein Herz gewandert ist und dort nicht mehr weggeht. Eine Botschaft, die im dunkelsten Sturm tiefen, traumlosen Schlaf ermöglicht, mich den, voller Härte und Grobheiten gepflasterten Weg fest beschreiten läßt, wie ein Segen über uns dreien hängt, als kleine sonnige Wolke, ab und an regnend, anwesend, nah, Schutz bietend.

Ein Gedanke.

Mehr wert als Häuser, Gold und Güter.

Danke, meine Liebe, wenn wir uns wiedersehen, werden wir lachen und Kekse backen, in der Sonne sitzen und froh sein, die Prüfungen bestanden zu haben. Ich liebe Dich, wo Du sein magst, hab es gut.

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