Dazwischen
Sonntag, 30. Mai 2021

Out of Eden

Einer ging spazieren, verließ die Situation, die beiden Verbliebenen sammelten sich mit Konzentration, Gespräch und Lachen, als der dritte zurück kam war die Stimmung für alle eine andere.

Friedlicher könnte ich mich nicht fühlen.

Hätte ich mehr, ich hätte Angst, mein Glück hinge an dem Mehr und würde ich es verlieren, mein Glück wäre mit ihm dahin. Hätte ich weniger, wüßte ich, wie wenig man haben kann ohne deswegen das Innerste zu verlieren. Hätte ich die zwei nicht, ich fühlte mich nicht friedlich, der Kummer zerschnitt meine Seele vor Sehnsucht, aber friedlicher könnte ich mich nicht fühlen, als jetzt gerade, weil sie da sind, ich weiß das und ich weiß dass es enden wird, eines Tages, die Friedlichkeit dieser viertel Stunde zeigt mir jedoch, dass ihr und ich in der untergehenden Sonne am Ende der Welt weder aufhören noch bleiben werden.

Jetzt bin ich erneut zwölf Jahre alt, mein Herz schlägt wie damals als wäre nichts dazwischen gewesen. Warum? Weil der Knackpunkt sich wie eine Spirale windet, weiter und weiter, Runde um Runde hinauf, breiter, mehr nach außen, in die Welt, nach innen und ihre Phasen.

Bald ist Showdown, das klingt schlimm aber ich werde lächeln weil ich keine Angst mehr habe, vergeben kann, aus vollstem Herzen, nicht weil ich hoffe, dass andere mir vergeben sondern weil das Leid nicht dem Teufel entspringt sondern der Geschichte, für die keiner was kann, außer er ändert sie nicht in eine bessere Zukunft.

Ich weine nicht, obwohl ich weine wenn ich ein Lied höre, von Abschied und Trauer. Keiner kommt in die Hölle, wir halten zusammen und helfen uns gegenseitig, diesen Typen aus der Stadt zu jagen. Get lost, Seelenkäufer, hier gibt es nichts zu sehen. Ich verzeihe, mir und den anderen. Jeden Tag erneut.

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