Dazwischen
Sonntag, 12. September 2021

1 Prozent

Müde denke ich nach, über den Inhalt meiner Gedanken, das Leben das ich lebe und die Tage die zählen. Heute früh hab ich das Strauchbasilikum beobachtet, durch das dünne Spinnwebfäden laufen und auf dem sich Bienen versummen. Die Sonne ließ alles glitzern, trüb nur die Ahnung von Herbst.

Vermisse mein Klavier, brauche eine Strategie. Vermisse das Zeichnen, brauche Zeit. Vermisse meine Arbeit, habe sie morgen zurück, vermisse die Zeit mit O alleine, ohne Ablenkung zu spielen und wundersame Welten zu erfinden, zu lachen und albern zu sein.

Meiner Selbstwirksamkeit sind keine Grenzen gesetzt, endgültig. Das Egal von vor fünfundzwanzig Jahren, ausgesprochen von Alice, meiner Freundin in Gedanken, hat sich final in ein Egal gewandelt, das nicht mehr mich meint, sondern viele Andere und viel Anderes.

Die Spinnwebfäden glänzen wie Risse im Raum-Zeit-Kontinuum, kleine Phasen zwischen Erkennen und Übersehen.

Ich werde dankbar bleiben, das steht fest.

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